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Ulrich Hafenbradl

Wie der “Amazon WebStore” den Mietshop-Markt aufrollen könnte

Ulrich Hafenbradl+ | 28.02.2008 | Marketing

amazon webstoreNach Einführung vieler Dienste für Shopbetreiber wie Webspace, Vermarktung, Zahlungsabwicklung oder neuerdings Logistik hat Amazon in den USA auch eine Shopsoftware im Angebot: Der Amazon WebStore ist eine leistungsstarke Mietshop-Lösung mit einem Killer-Feature.

Wie ist das Besondere am Amazon WebStore?

Der Shop-Gigant Amazon entwickelt sich immer mehr zum Rundum-Dienstleister für Online-Shops. Neben Hosting, Vermarktung, Auktionen, Anzeigen und Logistik / Fulfillment bietet Amazon auch eine leistungsfähige Mietshop-Lösung an. Sein Zahlungssystem hatte Amazon schon vor einiger Zeit Händlern zugänglich gemacht.

Amazon-Dienste (USA) im Überblick

Amazon-Services 

Schauen wir uns das Shop-Hosting etwas genauer an. Was zunächst nach einem weiteren Anbieter in einem umkämpften Markt aussieht, stellt sich bei genauerer Betrachtung als Paukenschlag heraus:

Im Prinzip bricht Amazon mit diesem Angebot die Grenzen zwischen eigenem Webshop, dem Verkauf auf der Amazon Plattform und dem Vermitteln von Verkäufen als Affiliatepartner auf. Alles fließt ineinander über.

Die Möglichkeiten des Amazon WebStore im Überblick

  1. Zentrale Verwaltung der Produktbestände, Produktinformationen und Bestellungen
  2. Integration von Amazon Marketplace und Amazon Fulfillment 
  3. Bestellungen über Amazon Payment abwickeln: Kein eigenes Inkasso notwendig
  4. Über 66 Mio. aktive Amazon-Kunden können ihren bestehenden Account zum Einkauf in Ihrem Shop nutzen
  5. Merchandising und Community Features (Top-Produkte, zuletzt angesehene Produkte, Bewertungen / Kommentare)
  6. Affiliate Programm: Amazon und Marketplace Produkte einfach im eigenen Shop integrieren und mit Provision verkaufen
  7. Unterstützung von mehreren Shops und Domains enthalten
  8. Suchmaschinen-optimierte Seiten (SEO) und Suchmaschinen-Marketing Tool (SEM)
  9. E-mail Kampagnen Software integriert
  10. Zugriff auf das Amazon Betrugsvermeidungssystem

Nutzung der bestehenden Amazon-Accounts

Gerade der Zugriff auf die Amazon-Kundenbasis – nahezu jeder Online-Shopper hat einen Amazon-Account - macht die Sache so interessant für Online-Shops oder auch bisherige eBay-Händler.

Beispiel für einen auf Amazon WebStore basierenden Shop

webstore 

Beispiel für einen Warenkorb / Checkout-Prozess

Sobald der Warenkorb im individuell gestalteten Shop bestätigt wurde, springt der Kunde in einen angepassten Amazon-Checkout-Prozess. Die enge Integration mit Amazon könnte natürlich gleichzeitig als Nachteil ausgelegt werden.

amazon-webstore-beispiel

Preise 

Der Service kostet in den USA 59,99 Dollar pro Monat und 7% pro Verkauf. Die Gebühren für Kreditkartenzahlungen sind darin enthalten.

Referenz-Shops, die den Amazon WebStore in den USA nutzen

Weiterführende Informationen 

Alle Detailinformationen finden Sie auf der Website von Amazon WebStore. Eine Videoeinführung erklärt die Handhabung des WebStores. Wann die Lösung für Deutschland angeboten wird, ist noch nicht bekannt.

5 Reaktionen zu “Wie der “Amazon WebStore” den Mietshop-Markt aufrollen könnte”

  1. hp

    Naja, die Preise sind schon heftig, in bestimmten Bereichen bleibt da am Ende nicht allzuviel an Marge übrig.
    Auf der anderen Seite kann man natürlich über den Kundenkreis von Amazon verfügen. Müsste aber noch geklärt werden ob Amazon diese Webshopsin irgendeiner Art bewirbt bzw. in die Plattform direkt integriert.
    Die Provisionsgeschichte ist Kinderkram, wer einen ordentlich laufenden Shop hat macht sowas eigentlich nicht.
    Mir persönlich gefällt der Gedanke das meine Amazon Zugangsdaten überall gültig sind nicht so recht. Lieber wäre mir ein allgemeiner Account bei einem externen Dienstleister, OpenID ist diesbezüglich recht interessant.

  2. Oliver

    Ist etwas über den Start in Deutschland bekannt?
    Klar, die Gebühren sind ordentlich. Allerdings muss man auch bedenken, man hat dafür keine Ausgaben mehr für andere Dienstleistungen!

  3. H.P.

    Tja, der Mietshopmarkt wurde in den USA jedenfalls nicht aufgerollt. Wer hätte das gedacht. :-)

  4. Joachim

    Also der Preis und vor allem die Provision sind sehr hoch. Speziell für Unternehmer, die Ihren Internethandel beginnen, sind das enorme Fixkosten.

    Ich bin sehr zufriedener Shopbetreiber eines Mietshops von dein-eshop.de. Der Preis und Service stimmen. Ich wäre nicht bereit mehr für meinen Shop zu bezahlen

  5. Yawoo – Das Blog Verzeichnis für Deutschland » Blog Archive » Wie der “Amazon WebStore” den Mietshop-Markt aufrollen könnte » Von Ulrich Hafenbradl » shopbetreiber-blog.de

    [...] Nach Einführung vieler Dienste für Shopbetreiber wie Webspace, Vermarktung, Zahlungsabwicklung oder neuerdings Logistik hat Amazon in den USA auch eine Shopsoftware (http://www.shopbetreiber-blog.de/2008/02/28/mietshop-amazon-webstore-koennte-markt-aufrollen/) [...]

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