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Olaf Groß

Konversionsoptimierung: Mit QR-Codes aus der Response-Falle

Olaf Groß | 26.09.2011 | Marketing

Immer wieder testen Online-Händler Print-Werbung. Doch erfüllen diese Kampagnen oftmals nicht die Erwartungen, die die Händler daran knüpfen. Das Problem: Der Rückantwort-Kanal. Hier tut sich eine Bruchstelle zwischen dem Aktivierungs- und Bestellkanal auf, an der viel Konversion verloren geht.

Der gute alte QR-Code könnte eine Lösung sein.

Sicherlich nicht wenige Online-Händler verzichten auf den Einsatz von Printwerbung, weil sie am Erfolg solcher Aktionen zweifeln. Eine Befürchtung, die gerechtfertigt ist. Die Krux liegt oftmals nicht an der Qualität der Werbemittel – das Know-how verkauftsstarke Flyer, Prospekte oder Direktmails zu erstellen, ist nach wie vor vorhanden – sondern beim Response-Element.

Analoges Bestellen unerwünscht

Die Prozesse der meisten Online-Shops sind mittlerweile ausschließlich auf die digitale und damit automatisierte Verarbeitung von Bestelleingängen ausgelegt. Dass eine Bestellung händisch eingegeben werden muss, ist nicht mehr vorgesehen.

Allerdings kommt der Shopbetreiber beim Einsatz von Printwerbung – so ihr Ziel der Abverkauf ist – nicht um ein analoges Response-Element herum. Zumal dann, wenn mehr als ein Produkt beworben wird. Dies kann eine Bestellkarte, ein Fax-Bestellschein oder eine Telefonnummer sein. Allerdings liegen gerade bei Schein und Karte die Hürde eine Bestellung abzuschließen, besonders hoch und das kratzt an der Konversion.

Ebenfalls nachteilige Auswirkungen auf die Wandlung vom Interessenten zum Käufer ist die alleinige Verwendung der Shop-URL als Rückkanal. Werden die Produkte aus dem Print-Werbemittel nicht direkt auf der Startseite des Shops  als Hero-Artikel prominent in Szene gesetzt, muss der interessierte Kunde das Produkt seiner Wahl erst umständlich im Shop suchen.

Tausendsassa QR-Codes

Eine mögliche Rettung aus der Response-Falle kommt aus dem Mobile-Commerce. Durch den Einsatz der Handy-Kamera und entsprechender Apps lassen sich heute Barcodes ohne Probleme quasi im Vorbeigehen auslesen. Über einen speziellen zweidimensionalen Code, den Quick-Response-Code (QR-Code), können die Nutzer direkt auf die Produktseite des beworbenen Artikels gelinkt werden.

Der Online-Shop mytoys.de hat diese Lösung vor einiger Zeit im Rahmen einer Außenwerbung-Kampagne getestet. Beworben wurden Produkte des Spielwaren-Herstellers Lego. Dazu wurden QR-Codes mit Lego-Steinen gebaut und auf Plakaten aufgebracht.

Um zu Entschlüsseln, was hinter den QR-Codes steckt, konnten Passanten den QR-Code mittels Handy-Kamera fotografieren und dann über eine App auslesen. Die Nutzer wurden mit ihrem mobilen Endgerät direkt auf die Produktdetailseite im Shop von mytoys.de gelinkt und konnten das Produkt dort bestellen.

Die Brücke von Analog zu Digital

Zwar diente der QR-Code hierbei in erster Linie dazu, um die Neugierde und Aufmerksamkeit der vorbeigehenden Nutzer zu wecken, war auch eine Brück zwischen analoger Werbung und digitaler Bestellung.

Dem Beispiel von mytoys.de folgend wird in Flyern, Prospekten und Katalogen zu jedem Angebot ein QR-Code gedruckt, in dem der direkte Link zur Produktseite im Shop hinterlegt ist. Über einen Mobile-Shop oder eine Shopping-App lassen sich die Interessierten direkt auf das Produkt führen und damit zum Bestellen führen.

Ihre Meinung ist uns wichtig

Wie umgehen Sie die Response-Falle bei Ihrer Print-Werbung? Schreiben Sie uns einen Kommentar mit Ihren Strategien und Überlegungen!

 

8 Reaktionen zu “Konversionsoptimierung: Mit QR-Codes aus der Response-Falle”

  1. Peter Kursikowski

    Solange man immer noch eine extra App runterladen und dann öffnen muss, sehe ich für den QR-Code schwarz. Erst wenn die Kamera Apss der Smartphones den QR-Code erkennen können, kann das erst so richtig losgehen. Trotzdem nutzen wir diese Technik auch bereits in Anzeigen und bei Produkttafeln. Richtig Sinn macht m.A. nach bezahlcode.de, um Überweisungen zu tätigen.

  2. Oliver N.

    Ein sehr interessanter Bericht. Printwerbung liefert seit geraumer Zeit, nach meiner Erfahrung, nur in ganz speziellen Bereichen noch Erfolge. Diese neuartige Verknüpfungsmöglichkeit könnte neue Chancen im Print- Werbebereich ergeben.

  3. Christoph Hamsen

    Es reicht ja leider noch nichtmal nur eine App zu installieren.

    Oft muss man gleich mehrere Apps auf dem Handy haben, damit man auch alle QR-Codes auch lesen kann. Als Beispiel: BeeTag auf dem iPhone funktioniert ja ganz gut, allerdings auch nur in 60% der Fälle. RedLaser schafft diese Codes dann meistens erst im 2.Versuch.
    In der Zeit bis zum Resultat, habe ich dann entweder die Geduld/Lust verloren oder die URL schon von Hand eingegeben.
    Da frage ich mich doch wer sich diesen „Pain in the ass“ dann überhaupt antut.
    Mal wieder ein nicht zu Ende gedachtes Kozept, das durch die unterschiedlichen Vorstellungen der „Erfinder“ kaputt gemacht wird.

  4. Thomas W.

    Er kann auf jeden Fall ein Mittel zum Zweck sein und nicht nur für den Onlinehandel lukrative Effekte hervorrufen. Beispiele wie ein U-Bahn-Plakat-Shop in Seoul oder verschiedene andere kreative Ideen aus Japan zeigen auch wie erfolgreich der QR Code eingesetzt werden kann.

  5. Thomas Wälter

    Dieser Artikel hat mich gerade inspiriert in einer sowieso gebuchten Print-Werbung noch einen qr-code, der direkt zum beworbenen Sonderangebot führt, einzusetzen.
    Ich glaube dabei nicht an spürbare Umsatzsteigerungen, sondern sehe das eher als ein kundenfreundliches Signal an die LeserInnen der Zeitschrift.
    So nach dem Motto „schau her, ich mache dir den Einkauf bei mir so einfach wie möglich“ (und azossiere damit den potentiellen KundInnen, dass mein Shop auch ganz einfach funktioniert)
    Ich werde die Zugriffszahlen über Smartphones im Oktober besonders im Auge behalten.

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  8. Rainer

    Diese QR-Codes sind schon genial. Vor allem lösen die Codes eine unglaublich Neugier in den Menschen aus, vor allem bei denen, die auf ihrem Smartphone eine geeignete App zum lesen der QR-Codes haben. Da ist das Handy schnell gezückt und der code gescannt. Ich hab mich selbst mal dran versucht einen zu bauen. Ging ganz gut eigentlich. Echt super Erfindung.

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