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Olaf Groß

Zahlungsarten auf dem Prüfstand: Hier gibt es mehr Umsatz fürs Geld

Olaf Groß | 10.06.2014 | Marketing

Eines der häufigsten Werbeversprechen der Payment-Branche ist eine Zunahme des Umsatzes. Die E-Commerce-Experten vom ECC Köln haben den Wahrheitsgehalt dieser Aussagen einmal untersucht. Und tatsächlich bescheinigen die befragten Händler eine positive Umsatzentwicklung.

Eine interessante Sonderauswertung hat der ECC-Köln auf Basis seiner Studie „Payment im E-Commerce – Der Internetzahlungsverkehr aus Sicht der Händler und der Verbraucher“ vom Ende des vergangenen Jahres gemacht.

Die Autoren haben untersucht, ob und wenn ja, in welcher Höhe sich die Einführung unterschiedlicher Zahlungsverfahren auf die Umsätze im Shop auswirken.

Sei das vom Kunden bevorzugte Zahlungsverfahren vorhanden, könne dies Umsatzsteigerungen nach sich ziehen. Laut Studie profitierten Online-Händler vor allem bei der Einführung von PayPal und Amazon Payments. Rund 76 Prozent beziehungsweise 65 Prozent der befragten Online-Händler konnten sich nach der Einführung dieser Zahlungsverfahren über einen Umsatzanstieg freuen.

„Der richtige Payment-Mix ist ein kritischer Erfolgsfaktor von Online-Shops. Die Auswirkungen auf die Conversion Rate können gewaltig sein. Es kommt dabei nicht darauf an, möglichst viele Zahlungsmethoden anzubieten, sondern die von den jeweiligen Zielgruppen gewünschten. Dabei spielt auch die Möglichkeit, die Retourenquote zu senken, häufig eine wichtige Rolle“, so Sabrina Mertens, Leiterin des ECC Köln.

Quelle: ECC Köln

Quelle: ECC Köln

Allerdings sei nicht auszuschließen, dass auch andere Effekte zu einem Umsatzplus bei den befragten Shopbetreibern beigetragen haben könnten, gibt das ECC Köln auf Nachfrage zu. Man habe nur solche Online-Händler in die Befragung miteinbezogen, die die abgefragten Zahlungsverfahren nachträglich in ihren Online-Shops eingebunden hätten. Dies könne aber auch schon mehrere Jahre zurückliegen, so das Institut.

Dennoch ist die Auswertung für Shopbetreiber eine gute Leitplanke, wenn es um die Auswahl entsprechender Zahlungsarten geht. Interessant wäre sicherlich zu wissen, in welchem Kosten-Nutzen-Verhältnis die abgefragten Zahlungsverfahren zueinander stünden.

11 Reaktionen zu “Zahlungsarten auf dem Prüfstand: Hier gibt es mehr Umsatz fürs Geld”

  1. Pharmazeus

    Ich berate mehrere Shops und rate jedem die Zahlungweise Amazon Payments zu integrieren. Aus Beobachtungen stellte ich fest, dass es teilweise besser angenommen wird als PayPal bzw. „Kauf auf Rechnung“.
    Für den Kunden ist es auch viel mit der One-Klick-Bestellung und aus diesem Grund wird diese Zahlungsweise von dem Kunden bevorzugt.
    Ein Blick in die Analytics Daten besagt auch, dass Kunden direkt nach Shops suchen, die diese Zahlungsweise anbieten.

  2. Frank

    Amazon ist bei unseren Kunden verhasst oder wird nicht genutzt. Wir haben es angeboten und NIEMAND hat es benutzt. Auch der Kauf auf Rechnung wird so gut wie gar nicht genutzt. Die Leute sind seriös und wollen ihren Pflichten umgehend nachkommen und bezahlen fast alle per Vorkasse. Selbst Paypal ist deutlich geringer vertreten.

    Die Frage ist eh, ob man als Händler Amazon so viel Insiderwissen über das eigene Geschäft mitteilen möchte.

    Eine Bezahlart die niemand braucht.

    Auf Paypal kommt morgen das böse Erwachen zu, denn zahlreiche Händler – in unserer Branche – werden die Paypal Kosten weitergeben. Manche machen es bereits, ab morgen werden es mehr. Die Werbung von Paypal. dass alles kostenlos ist wird jetzt deutlich abgestraft. Wer als Verbraucher dieses Service will, muss dafür bezahlen. Wir konnten es nach knapp 9 Monaten beobachten. Konversions steigen weiter wie gehabt und die wegfallenden Paypalzahlungen wechseln fast 1:1 zur Vorkasse. Kein Verlust.

  3. Dunkelwelt Gothicshop

    Es ist überall unterschiedlich, je nach Branche und Kundenklientel. Bei mir steht Paypal auf Platz 1, gefolgt von Kauf auf Rechnung über Klarna. Normale Vorkasse per Banküberweisung biete ich garnicht mehr an, bei der Masse an Spaßbestellern oder zahlungsunwilligen Kunden, keine Lust, ewig auf Zahlungseingänge zu warten und die bestellte Ware ist derweil blockiert, weil reserviert und letztendlich habe ich die Bestellungen dann storniert. Sofortüberweisung wird seltenst genutzt. Kreditkarte und Lastschrift funktionieren garnicht für mich, da ich nur innerhalb Deutschland versende, ist Kreditkarte sinnlos, mit Lastschrift (abgesichert, Zahlungsgarantie) nur schlechte Erfahrungen gemacht, letztendlich hat der Anbieter den Vertrag gekündigt wegen zu vieler Rücklastschriften. Nachnahme geht auch garnicht, Spaßbesteller und Annahmeverweigerungen, ausserdem zu teuer. Nie im Leben würde ich Amazon Payments anbieten, damit verkauft man seine Seele an den Teufel…

  4. Sammy

    Hallo Frank,

    in welcher Branche bist Du unterwegs. Amazon Payments, PP und Klarna sind bei uns Umsatztreiber Nummer 1, da schnell und sicher und AmazonPayments vor allem sehr preiswert. Ansonsten kann ich Gothicshop nur zustimmen. Außer im Punkt Amazon, die Seele hast Du mit PayPal schon an den Ami-Teufel verscheppert. Aber so ist das nunmal. Deine Kundendaten gibst Du auch an den Versanddienstleister weiter und ob dort alles sicher ist……… Schon wenn Du online gehst bist Du praktisch verkauft und verloren an die Geheimdienste, also sieh nicht alles schwarz, auch wenns Dein lebensmoto ist:-)

  5. Dunkelwelt Gothicshop

    Sammy: Es geht hier nicht um Geheimdienste und Verschwörungstheorien. Sicherlich hat Paypal und der Ami meine Daten und die der über Paypal bezahlenden Kunden, jedoch werden diese nicht so genutzt, wie Amazon es tut. Da über Amazon Payments der komplette Warenkorb an Amazon übertragen wird, kann Amazon sehr schön auswerten, welche Artikel gut laufen und nimmt diese selbst ins Sortiment auf und das natürlich zu Dumpingpreisen. Du kannst dann Deinen Shop irgendwann dicht machen. Gleiches macht Amazon mit seinen Marketplacehändlern, Artikel die rennen selbst zum günstigeren Preis anbieten. Nichts anderes steckt hinter der achso tollen und vermeintlich günstigen Zahlungsart Amazon-Payments und einfacher kann man seinem Mitbewerber (Ja, Amazon ist unser aller Mitbewerber!) seine Verkaufszahlen nicht zuspielen…

  6. FunnyLegs

    Gothicshop hat es auf den Punkt gebracht.
    Paypal und Klarna sind die meist genutzten Zahlarten.
    Mit Paypal Express spart sich der Kunde auch das lästige eingeben der Kundendaten.
    Wir hatten uns Amazonpayment mal überlegt, dann jedoch lieber die Finger davon gelassen.
    Klarna war unsere beste Entscheidung in den letzten Monaten.

  7. Zahlungsarten auf dem Prüfstand: Hier gibt es mehr Umsatz fürs Geld - Welsch-Lehmann.com

    […] Zahlungsarten auf dem Prüfstand: Hier gibt es mehr Umsatz fürs Geld // […]

  8. Sammy

    Hallo Gothicshop,

    die Artikel die wir verkaufen wird Amazon selbst nie bekommen. Die Waren werden größtenteils nur an Fachgeschäfte geliefert und an ausgewählte Händler. Unsere Hersteller lassen Amazon-Vertreter reihenweise abtreten. Da können die noch so groß und millionenschwer sein, auch rechtlich haben die keine Chance. Also kann ich es ganz gelassen sehen. AmazonPayments hat uns einen Umsatzschub gebracht wie schon lange nicht mehr. Fast jeder hat ja schon mal bei Amazon eingekauft und somit auch dort ein Konto.

    Wobei ich Deine Bedenken kenne und verstehe. Trotz alledem, der Trend geht zu Online-Fachhändlern die auch gut beraten können. Da hat Amazon praktisch nichts zu bieten.

    Somit sehe ich Amazon nicht als Mitbewerber sondern Mittel zum Zweck. Nur direkt dort verkaufen würde ich nicht, die 15 % Provision sind dann doch etwas reichlich.

  9. Frank

    Wir verkaufen Elektronik mit einem durchschnittlichen Warenkorb von 500 – 1000 Euro. Also 5 – 10 Euro Gebühren für Paypal. Die Elektronikbranche gibt dies oft nicht her. Anders als bei Textitilen oder Lifestyleprodukten ist der Vertrieb sehr aufwändig, die Lagerhaltung kostspielig und die Margen niedrig.

    Deswegen können wir Händler dieser Branche die Kosten weitergeben ohne Verluste fürchten zu müssen. Ramschanbieter gibt es nicht, Auslandshändler lohnen nicht. Und da alle relativ an einem Strang ziehen klappt das auch mit der Erziehung des Kunden.

    Selbst Retouren sind in dieser Branche sehr viel teurer als anderswo. Die ganz großen der Branche wickeln Retouren gar nicht mehr selber ab sondern verkaufen diese Ware unter Preis weiter an Vermarkter die sich dann darum kümmern.

    Wir müssen mit ganz anderen Werten kalkulieren.

  10. A. Jahn

    Tendenziell ist die Grafik sicher eine gute Hilfe!
    Man sollte aber bei den Zahlungsmitteln zwei Aspekte aus Kundensicht nicht aus dem Auge lassen:
    1. Die Altersgruppe ist entscheidend, ältere Käufer werden tendenziell eher auf Rechnung zahlen und jüngere wohl mit Paypal.

    2. Ist die Art der Endgeräte inzwischen ein entscheidender Faktor. Hier sind im mobilen Bereich Paypal und Amazon weit vorn, da besonders beim Kauf mit Smartphones neben der Bezahlung der Komfort, also die Nutzung der Adressen aus dem jeweiligen Kundenkonto (Paypal,Amazon) ein wesentliches Kriterium ist. Wer tippt schon gern seine Adressdaten auf dem Handy ein.

    Für Shopbetreiber ist dann immer noch die Frage der Integration spannend, wir testen da gerade die Neue Magento-Extension für unsere Kunden, welche im Sandbox-Mode erst mal eine gute Figur macht. Wir sind gespannt wie es live aussieht. Die Anmeldeprozedur ist leider bei Amazon-Payments etwas weltfremd.

  11. Sammy

    Hallo Frank,

    das haste recht, bei Elektronik wird sehr knapp kalkuliert und wenn es ohne PP und Amazon funktioniert, warum nicht. In unserer Branche sieht es da anders aus. Viele ältere Kunden zahlen per Rechnung, der Rest PP oder Amazon, Kreditkarte kommt langsam, Sofortüberweisung so lala, Vorkasse die alten guten Stammkunden. Nachnahme haben wir rausgehauen wegen der Spaßbesteller. War schon am Überlegen den Vorkasse-Streß abzuschaffen, aber das wird sowieso immer weniger.

    Amazon und Magento, das passt auf jeden Fall. Musst nur paar Wochen warten bis Amazon die Sicherheitsreserve aufhebt, danach rollt der Rubel täglich rein.

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