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Olaf Groß

Hood gegen Amazon: “Wir verlangen die ersatzlose Streichung der Preisparitätsklausel”

Olaf Groß | 8.11.2012 | Marketing

Zwei Jahre ist es bereits her, dass Amazon seine Marktplatzhändler mit der Klausel zur Preisparität enger an die Leine genommen hat. Der Online-Marktplatz Hood.de sieht sein eigenes Geschäftsmodell durch diese Klausel in Mitleidenschaft gezogen und hat Amazon vor dem Landgericht Köln verklagt.

Auch das Bundeskartell ist aktiv geworden.

“Wir verlangen die ersatzlose Streichung der Preisparitätsklausel”, fordert Ryan Hood, Geschäftsführer des Online-Marktplatzes Hood.de gegenüber dem shopbetreiber-blog.de.

Die Preisparität verpflichtet Händler dazu, ihre Produkte nirgendwo im Internet günstiger anzubieten als bei Amazon. In der Vergangenheit verlangten einige Händler auf Amazon höhere Preise als auf anderen Online-Marktplätzen oder dem eigenen Onlineshop, da sie die hohen Amazon-Verkaufsprovisionen auf den Verkaufspreis aufschlugen. Da Amazon seinen Händlern für den Verkauf von Waren 7-35% vom Verkaufspreis als Verkaufsprovision in Rechnung stellt, führt dies dazu, dass Anbieter, die auf Amazon Waren anbieten, auch in anderen Vertriebskanälen ihre Preise zukünftig anheben müssten.

Dies betrifft auch Hood.de: Viele Händler auf Hood.de bieten auch Waren über den Amazon-Marketplace an. Obwohl auf Hood.de beim Verkauf von Waren grundsätzlich keine Verkaufsprovision anfällt und der Händler dadurch auf Hood.de einen weitaus niedrigeren Preis verlangen könnte, muss er seine Preise nach oben korrigieren und an Amazon angleichen. So wird dem Händler verwehrt, eingesparte Kosten, insbesondere die Verkaufsprovision, in Form von günstigeren Preisen an seine Kunden auf Hood.de weiterzugeben.

Kartellamt sieht Ermittlungsbedarf

Ob dieses Vorgehen statthaft ist, soll nun das Landgericht Köln klären. Zugleich hat das Bundeskartellamt Ermittlungen gegen Amazon aufgenommen. Es geht um die Frage, ob Amazon seine marktbeherrschenden Stellung dazu missbrauche  seine Preisparitätsklausel durchzusetzen.

Die Preisparitätsklausel ist seit 2010 Bestandteil der AGB für die Teilnahme an Amazon Marketplace. Allerdings sah das Kartellamt bislang keine Notwendigkeit zu ermitteln. Kay Weidner, Pressesprecher des Bundeskartellamts, erklärt gegenüber dem shopbetreiber-blog.de:

“Ein Verfahren wurde zunächst aus Prioritätserwägungen zurückgestellt, auch hat Amazon die Klausel in der Vergangenheit nicht durchgesetzt.”

Ins Rollen gebracht hat Amazon die aktuellen Ermittlung gegen sich selber. Seit einigen Monaten beginnt das Unternehmen seine Klausel gegenüber den Marktplatzteilnehmer vehement durchzusetzen. Weidner weiter:

Seit einiger Zeit häufen sich jedoch die Beschwerden über die Durchsetzung dieser Klausel im Wege einer Sperrdrohung. Dies hatte das Bundeskartellamt schließlich veranlasst, ein Verfahren aufzunehmen.

26 Reaktionen zu “Hood gegen Amazon: “Wir verlangen die ersatzlose Streichung der Preisparitätsklausel””

  1. Hood gegen Amazon: “Wir verlangen die ersatzlose Streichung der Preisparitätsklausel” | Buyingdepartment.de

    [...] Zwei Jahre ist es bereits her, dass Amazon seine Marktplatzhändler mit der Klausel zur Preisparität enger an die Leine genommen hat. Der Online-Marktplatz Hood.de sieht sein eigenes Geschäftsmodell… weiterlesen auf http://www.shopbetreiber-blog.de [...]

  2. AmazonHaendler

    ENDLICH! Amazon missbraucht seine Marktmacht aber sowas von. Jeder der dort etwas verkauft erfährt dies am eigenen Leib. Danke für den Artikel!

  3. Oliver

    Wir überlegen auch seit langem, auf Amazon anzubieten. Aber bei vielen Artikeln bleiben nur Centbeträge übrig. Und wenn man jetzt die Parität durchsetzt, werden Existenzen vernichtet.

    Warum kommt das Kartellamt erst jetzt… wo es einige Betroffen so richtig erwischt. Das ist schade.

  4. Dunkelwelt

    Frage mich echt, was hier alle rumheulen, es wird niemand gezwungen, auf Amazon zu verkaufen! Sicher ist die Preisparitätssache ein mieser Zug von Amazon, jedoch ist es jedem selbst überlassen, spätestens jetzt den Verkauf auf Amazon einzustellen, zudem doch eh nur Centbeträge übrig bleiben, wie man immer wieder hört… Also warum verkaufen so viele Händler dort dann noch?

  5. Oink

    Mhn, zwar finde ich die Preisparität ebenfalls nicht so gut für uns Händler, aber für den Amazonkäufer ist es schon blöd wenn es abgeschafft wird. Ich selbst kaufe auch gern bei Amazon. Ich bin der Meinung, wer mit der Preisparität nicht umgehen kann (also preislich), sollte es sein lassen bei Amazon seine Artikel rein zustellen. Es ist der Shop von Amazon und es sind Amazonkunden, deshalb kann auch Amazon meiner Meinung nach die Regeln festlegen um Qualität sowie vernünftige Preise anbieten zu können. Und von Marktmacht kann man hier auch nicht reden, da der Verkauf und vor allem was man dort verkauft ja völlig freiwillig passiert. Und mal ehrlich, warum verkaufen so viele bei Amazon? Man will nur was vom riesigen “Kuchen”-Amazon abhaben. Zugegeben, Amazon vergrößert damit enorm sein Sortiment, aber ich persönlich versuche es zu vermeiden, bei einem Marketplace-Händer zubestellen, aus Erfahrungen…

  6. Cosmo

    Aha.

    Preisdiktat eines Marktpaltzbetreibers und Mitbewerbers wird hier als völlig normal angesehen?

    Provisionen von bis zu 35 % soll der Händler gefälligst alleine tragen oder auf alle eine Kunden umlegen, auch auf die die nicht bei Amazon kaufen?

    Sehr interessant.

  7. Ärger für Amazon.de: Händler klagt gegen Preisparität, auch Kartellamt ermittelt » t3n News

    [...] Preisparitätsklauses ist schon seit 2010 im Einsatz, schreibt der Shopbetreiber-Blog. Offenbar hat Amazon aber erst vor einigen Monaten begonnen, die Vereinbarung gegenüber [...]

  8. Franz

    Hallo, bei einigen Kommentaren hier draengt sich stark der Verdacht auf, dass dort die Amazon PR Abteilung am Werke ist. Die Preisparität ist eine rechtswidrige Gaengelung derjenigen Händler die Amazon mit dorthin gebracht haben wo der Shop nun steht. Wer in Deutschland wie Amazon Geschäfte machen will hat sich auch an deutsches Recht zu halten. Interessant wäre auch mal die Frage, ob Amazon in Deutschland überhaupt Steuern zahlt oder ob die Amazon AGB dies vielleicht auch untersagen…

  9. Oink

    @Franz: Ich kann dir versichern, das ich nicht zur PR Abteilung von Ama gehöre, falls du unter anderem mich damit meintest. Bin selbst von der Preisparität als Händler betroffen. Ich betrachte das ganze halt nicht nur von einer Seite.

  10. Andre

    Es wird wirklich Zeit, dass der ganzen Geschichte ein Riegel vorgeschoben wird. Wir haben da extra eine clevere Lösung aus dem Boden gestampft.
    Allerdings ist es wirklich ein hausgemachtes Problem. Auch, dass Amazon jetzt unter die Preise der Händler geht:
    Durch das Anbieten bei Amazon erhalten die eine Übersicht an gut gängigen Produkten und kaufen selber große Mengen ein. Da kann der normale Händler nicht mehr mithalten.
    Mit “Amazon Payment” passiert genau das jetzt auch noch extern. Ich kann nur jedem raten, das schön bleiben zu machen. Ansonsten macht man sich Amazon selber immer mehr zum Konkurrent.

  11. Stefan

    Jeder Händler kann frei entscheiden ob er auf Amazon Produkte anbietet oder nicht. Ich halte es für blauäugig und schlichtweg für dumm auf z.B. 15% Provision einzugehen. Schaut man sich die gängigen Aufschläge bei Markenprodukte an (ca. 1,8-2,3) zieht die Mwst. ab, weiter Kosten usw. wird man schnell feststellen wie viel am Ende als Gewinn übrig bleibt…wenn überhaupt. Es scheint so, dass viele Marktplatzteilnehmern das kaufmännische Grundwissen fehlt oder abhanden gekommen ist. Wer auf das Betteln von Amazon Key Account Managern herein fällt ist selbst schuld….Mit nachdruck wird einem am Telefon erklärt, dass der Marktplatz ein wahrer Umsatztreiber ist blabla und falls man nicht mitmacht gäbe es immer noch den Wettberwerb blabla…bitte sehr, soll der Wettbewerb nur mitmachen, denn früher oder später ist der Wettbewerb nicht existent…bei Amazon lacht man sich wahrscheinlich “schepp” über die gewonnenen Zusatzeinnahmen und die Naivität manch eines Marktplatzteilnehmers versetzt Amazon-Manager in Staunen… btw die Manufactum Redaktion nennt so etwas “reziprok parasitäre Beziehung”. Velen Dank, besser hätte dies nicht formuliert werden können.

    Jetzt über Preisparität zu jammern ist fehl am Platz. Keiner kann behaupten er hätte es nicht gewusst. Jeder kann frei entscheiden ob er Herr im Hause bleibt oder das wenige was ihm vielleicht gehört (Artikelbeschreibungen, Bildrechte, spez. Marktkenntnisse) auch noch her gibt. Es ist schon seit langem bekannt, dass Amazon Verkaufsstatistiken auswertet und im “Idealfall” mit seinen “Partner” in Konkurrenz tritt und falls es sich lohnt Ware direkt vom Hersteller bezieht.

  12. Michael

    Manche werden es nie verstehen.

    Durch die Preisparitätsklausel sinken die Preise bei Amazon nicht, das wäre auch unmöglich.

    Dort müssen wir ca. 15,5 % Gebühren bezahlen und dieses Geld MUSS man in die Preise einberechnen.

    Was AMAZON vorhat ist, dass die Preise auf allen anderen Plattformen erhöht werden !

    Kunden die günstiger einkaufen wollen als auf Amazon haben dadurch keine Möglichkeit mehr.

    Ist das Kundenfreundlich ?

    Wenn Amazon günstigere Preise auf deren Plattform will dann sollen sie doch Ihre Gebühren senken !

  13. Nikolai

    Ja richtig man sollte auch zur den Händler fair verfahren. Kann doch nicht sein, dass von Preisparitätsklauses nur Amazon und Endverbraucher profitieren. Dann sollte Amazon seine Verkaufsgebühren runterschreiben. Ebay und die anderen kommen doch auch mit seinen Verkaufsgebühren gut zu recht.
    Als Händler kämpfen wir sowieso schon um jedes Euro
    Ich lass mich auf das nicht ein, meine Preise bei Amozon sind höher als wo anders, sonst funktioniert es nicht. Scheißdrauf sollten die mich sperren, wenn das nicht passt. Wir führen eigene Marke, daher wenn bei Amazon weniger Umsatz bei Ebay mehr usw.

  14. Nikolai

    Michael Du hats ganz richtig erkannt. Das ist der Hintergrund von Amazon. Amazon ist raffiniert!

  15. ML

    Grundsätzlich gilt für jeden Händler freie Preisgestaltung. Es bedarf schon einiger rechtlicher Feinheiten so etwas durchzusetzen. Ob Amazon bei diesem Öffentlichkeitsinteresse noch weiter streng ein Ausschlussverfahren verfolgen wird ist fraglich. Das Vorhaben ist in jedem Fall wettbewerbswidrig insbesondere für die Händler, die bereits vor 2010 gelistet waren und bereits länger geschäftlich aktiv waren, also ein intensives Geschäftsverhältnis bestand. Fakt ist jedoch, das Amazon tatsächlich seine Händler vermutlich vollautomatisch ausspioniert. Wir verfolgen diese Methode auch schon seit vielen JAhren und können bestätigen, das erfolgreich verkaufte Artikel plötzlich am Höhepunkt auf Null kippen, dann kurze Zeit später direkt über Amazon verkauft werden. Leider versteht Amazon nicht, dass dieser Konzern ausschliesslich von seinen Händlern aufgebaut wurde und momentan noch davon profitiert. Irgendwann jedoch kommt der Zeitpunkt, das wir dazu nicht mehr benötigt werden. Noch schlimmer ist, dass das eigentlich übliche 3-stufige Vertriebskonzept kippt und immer mehr Hersteller am Groß- und Fachhandel direkt an Amazon verkaufen und dies auch offen kommunizieren, weil die Welt ja bunt ist… und man sich daran beteiligen müsse. Die Wertschöpfungskette wird dabei völlig vernichtet, daran hängen insbesondere in Deutschland Hundertausende Arbeitsplätze, Familien usw.. Amazon hat auch eine entsprechende Verantwortung als Unternehmen, was tatsächlich kein Vorbildcharakter hat. Auch sind die Datenschutzrichtlinien unserer Meinung nach sehr zweifelhaft. Leider werden Preisdaten und sonsttige Informatione beliebig an andere Wettbewerber volldigital übergeben uvm.. Die AGBs weisen diesbezüglich keine eindeutigen Informationen auf. Im Grund könnte Amazon mit den übergebenen Artikeldaten machen was Sie möchten und sogar an Dritte weiterverkaufen. Wenn Amazon so weiter agiert, wird der Konzern mittelfristig, ggf. sogar kurzfristig große Probleme haben. Wenn die ersten großen Händler abziehen und große Hersteller Urherberrechte geltend machen, kann dies schwierig werden für Amazon.

  16. Oink

    @Andre: Genau das haben wir schon miterleben dürfen.

    @Michael: Indirekt, was für einen Vorteil hat der Amazonkunde, wenn es in deinem Händlershop günstiger ist? Und btw. was in deinem eigenen Shop erhöht oder angeglichen werden muss, hängt davon ab was du am Ende bei Amazon uploadest.

  17. Nick Elz

    Also was Amazon und eBay da seit Jahren mit ihren Onlinehändlern veranstalten ist nicht mehr feierlich. Amazon hat sich lange zurückgehalten und ist immer noch weitaus händlerfreundlicher als eBay, ABER: Die Preisparitätsklausel ist lächerlich. Woher nimmt man sich das Recht einem Händler Preisvorschriften zu machen?! Was wer wo zu welchem Preis anbietet ist nicht die Sache von Amazon. Ein großes Lob für Hood.de die hier dem ganzen endlich mal Einhalt gebieten wollen. Allerdings kann das Ganze natürlich auch nach hitnen losgehen und Amazon bekommt jetzt auch noch eine rechtliche Grundlage die Klausel weiter vehement durchzusetzen. Das ist angesichts der mangelnden Sachkenntnis der Personen, die darüber urteilen und der Macht von Amazon garnicht mal so unwahrscheinlich. Ich kann nur jedem empfehlen hier weiterhin nicht nachzugeben und diese Klausel einfach auszusitzen bis Amazon sich meldet. Dann muss jeder für sich entscheiden wie wichtig ihm das Amazon Geschäft ist.

    Ein großes Lob auch an ML, der das vollkommen richtig einschätzt. Die großen Marken dealen selbst mittlerweile mit Amazon und “hintergehen” so ihre Einzelhändler. Das wird sich unterm Strich aber bemerkbar machen, spätestens wenn Amazon durch die Masse an verkauften Artikeln mehr und mehr Druck ausübt, die Einzelhändler weniger verkaufen und die Gewinne zurückgehen. Das hat scheinbar bisher nur Adidas richtig erkannt: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/adidas-verbietet-verkauf-ueber-amazon-und-ebay-a-838717.html

    Dass Amazon alle möglichen Artikel, die sich gut verkaufen lassen, schnellstmöglich selbst macht und die Absätze derjenigen vernichtet, die diese Artikel erstmals bei Amazon angeboten haben (Versuchskaninchen quasi), lässt sich nicht vermeiden. Wenn allerdings der gleiche Trend einsetzt wie bei eBay mehr und mehr Druck auf die Händler auszuüben, um sich auf deren Kosten zu bereichern, dann tritt für den Marktplatz ein ähnlicher Effekt ein wie bei eBay: Es bleiben irgendwann nur noch diejenigen, die sich für Pfennigbeträge gegenseitig unterbieten und die ganzen Schikanen mitmachen. Die Qualität insgesamt sinkt. Wollen wir es nicht hoffen …

  18. Handballgott

    Amazom mißbraucht seine Marktmacht! Fragt doch mal die Händler die ein neues, tolles Produkt über Amazon verkaufen bis Amazon zum Hersteller des Artikels geht, diesen in großen Megen kauft und selbst extrem günstig anbietet. Natürlich nur so lange, bis es keine externen Händler mehr gibt.
    Wo ist den da die Preisparität?
    Für mich ist das der letzte Laden! Kaufmannsehre und Moral sind dort Fremdworte. Das gilt auch für die Menschen die da für einen lächerlichen Lohn schuften müssen.
    Seit ich mir mal angeschaut habe was da abgeht, kauf ich da nix mehr!!!!!

  19. Franz

    @handballgott genau so ist es. Das was Amazon mit seinen Partnern den Händlern veranstaltet hat mit Kaufbannsehre nichts gemein. Da hängt Amazon sich mit nicht lieferbaren Artikeln selber in die Buybox und lässt lieferfaehige Partner darunter verhungern. Da werden aktuelle Modelle von was auch immer ohne Not und unter Preis verramscht. Da wird in den gesetzlichen Informationen des Händlers eigenmächtig Änderungen vorgenommen. Die Liste der Verfehlungen von Amazon ist noch viel länger. Gleich kommt wieder einer um die Ecke und behauptet man müsse ja nicht dort verkaufen. So einfach ist es aber leider nicht mehr, da Amazon meiner Meinung nach mittlerweile dank der ausspionierten Daten der Partner eine marktbeherrschende Stellung hat.

  20. Manfred

    Ich halte es für einen Eingriff in meine unternehmerische Freiheit. Wenn man das nun einmal offline betrachtet, muss ich einfach höhere Preise in Geschäften mit besserer Lage verlangen (Kosten sind halt höher), als in schlechterer Lage (Kosten sind geringer). Kann mir wirklich nicht vorstellen, dass so eine Regelung in Deutschland erlaubt ist.

  21. Christian Rothe

    Was soll die Aufregung über Amazon? Kein Händler ist gezwungen, auf sich beim Amazon-Marktplatz anzumelden und dort mitzumachen.

    Kaufmännisch wäre es ohnehin geraten, die Gebühren in die Preise einzurechnen und dort teurer anzubieten. Wer viel über Amazon verkauft und jetzt über die erzwungene Preisparität jammert, sollte vielleicht grundsätzlich über sein Geschäftsmodell nachdenken: Worin besteht eigentlich die händlerische Eigenleistung eines Amazon-Marktplatz-Verkäufers? Im Prinzip sind die Marktplatz-”Verkäufer” eher Logistikpartner von Amazon: Amazon bewerkstelligt den eigentlichen Verkaufsvorgang, der Marktplatz-Verkäufer packt nur das Päckchen und verschickt es.

    Wer den größten Teil seines Umsatzes über Amazon bestreitet, sollte eigentlich die Berufsbezeichnung “Händler” aberkannt bekommen, denn echte Händler leben vom Verkaufen und nicht vom Päckchenpacken. Statt über Amazon zu jammern, sollten manche hier lieber überlegen, wie sie den eigenen Verkauf ankurbeln können.

  22. MArion

    Wir sind auch bei Amazon und halten unsere “hohen” (UVP) Preise.
    Den Preiskampf machen wir erst gar nicht mit. Und trotzdem verkaufen wir auf Amazon recht gut. Immer dann, wenn unsere günstigen Mitbewerber Ihre Lager leer haben, sreigt der Verkauf extrem an. Dazu haben wir Top Bewertungen.

  23. Neuer Ärger für Amazon – Bundeskartellamt prüft Preisparitätsklausel

    [...] Shopbetreiber-Blog ist die Preisparitätsklausel offenbar schon seit 2010 im Einsatz gewesen, jedoch erst seit einem [...]

  24. Transportgeräte-Händler

    Das Problem vieler Händler ist: Wer bei Amazon nicht gelistet ist und dort Waren verkauft, der existiert für viele Kunden auch erst gar nicht! Also muss man dort zumindest Präsenz zeigen. Die Paritätsklausel ist eine Händlerschikane sondergleichen und man kann nur hoffen, dass diese Klausel, die als Bestandteil der Amazon-AGBs von Vielen sicherlich unbewussterweise anerkannt worden sein dürfte, schon bald unwiderruflich für UNWIRKSAM erklärt wird. Obwohl Amazon dann sicherlich schon andere Drangsalierungen aus dem Ärmel schütteln wird. Letztendlich will Amazon doch nur Eines: Die Weltherrschaft mit allen legalen und notfalls auch – zumindest fragwürdigen – Mitteln. Und die Marketplace-Händler sind nur Mittel zum Zweck…

  25. Amazon: Händler dürfen auf anderen Plattformen günstiger verkaufen » t3n

    [...] diesem Thema befragt werden. Zusätzlich strebte das Auktionshaus Hood aufgrund der Preisklausel eine Klage gegen Amazon an, die sich wahrscheinlich durch die aktuellen Entwicklungen erledigen wird. Vor [...]

  26. dimes

    Amazon hat zudem auch keinen Humoer und kennt auch keine Freunde. Die ganze üble Geschichte hier:
    http://dirkmertens.de/wp/2013/09/19/mein-leben-ohne-amazon-und-es-geht-doch-teil-1/

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