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Hendrik Lennarz

Potentielle Schwachstellen und Risiken von Online-Shops

Hendrik Lennarz | 21.05.2007 | Sicherheit

Schwachstellen von Websites, Quelle WhiteHat SecuritySo unterschiedlich wie die bereits beschriebenen Auswirkungen der Angriffe sind auch die bekannten Schwachstellen charakteristischer Komponenten (Registrierung, Login, Bestellung, Bezahlung etc. ) von Online-Shops. Wir geben Ihnen hier im Blog einen Überblick zu häufigen Fehlern von Shopbetreibern.

Authentifizierung
Eine Kernfunktion von Online-Shops ist die Authentifizierung, also die Anmeldemöglichkeit in einen geschützten Bereich (in der Regel der Verkaufs- oder Transaktionsbereich). Fehler in der Programmierung wie bspw. eine schwache Passwort-Wiederherstellungsfunktion oder aber auch Brute Force-Angriffe können die Übernahme eines Benutzeraccounts ermöglichen.

Authorisierung
Häufig ermöglichen Web-Applikation einem Benutzer das unerlaubte Erlangen höherer Rechte, die einem bspw. das Löschen fremder Benutzeraccounts erlauben. Ursache ist oftmals eine schwache Implementierung des Sessionsmanagements.

Gefälschter Inhalt
Ein Benutzer der einen Online-Shop ansteuert, geht davon aus, dass die Inhalte, die ihm dargestellt werden, tatsächlich vom Shopbetreiber stammen und er diesen vertrauen kann. Cross-Site Scripting Schwachstellen können jedoch das Austauschen des Inhalts oder das Ausführen von schädlichem Programmcode ermöglichen, um den Benutzer zu täuschen und an dessen Zugangsdaten oder Kontoinformationen zu gelangen.

Kommando Injektion
Formularfelder in Webseiten ermöglichen dem Benutzer die Kommunikation mit der Web-Applikation. Bei schlechter Validation der Benutzereingaben können diese jedoch missbraucht werden, um konkrete Systemkommandos auf dem Webserver auszuführen. Ein Beispiel ist das Einschleusen von Datenbank-Kommandos (SQL-Injektion), die eine Modifikation von Datenbankinhalten bewirken kann.

Anzeige zusätzlicher Informationen
Diese Art von Schwachstelle eines Online-Shops ermöglicht einem Angreifer das Auslesen von systemspezifischen Informationen wie beispielsweise Versionsnummern, Software-Distributionen oder die Position von Backup- und Administratoren-Verzeichnissen. Diese zusätzlichen Informationen können einem Angreifer diverse Attacken auf Standardsoftwarelösungen erleichtern.

Fehler in der Applikationslogik
Oftmals gelingt Angreifern das Automatisieren oder Aufbrechen bestimmter logischer Abläufe bei Online-Shops. Beispielsweise erfolgt der Kauf eines Produkts in einem Online-Shop nach einem vorgegebenen sukzessiven Ablauf. In der Regel: Registrierung – Anmeldung – Produktauswahl – Bestellung – Bezahlung – Abmeldung. Gelingt es nun dem Angreifer, den Bezahlungsschritt zu übergehen, oder die Bestellung mehrfach automatisiert auszuführen, kann es zu Problemen für den Online-Shop kommen.

Diese Auflistung soll verdeutlichen, dass gerade für Online-Shops ein hohes Maß an technischer Sicherheit erforderlich ist, da deren charakteristischen Funktionalitäten großes Angriffspotential bieten. Aus diesem Grund erscheint hier in Kürze ein Selbst-Check für Ihren Online-Shop.

UPDATE: Im neuen Trusted Shops Security-Audit wird in enger Zusammenarbeit mit dem Shopbetreiber eine sicherheitstechnische Untersuchung vorgenommen. Mittels aktueller Prüfungssoftware testen Sicherheitsexperten die Site auf bekannte grundlegende Sicherheitsrisiken. Die Durchführung des Audits gliedert sich in fünf Phasen und wird in enger Zusammenarbeit mit dem Shopbetreiber durchgeführt. Ein detaillierter Audit-Report gibt Auskunft über Verwundbarkeiten und beschreibt erforderliche Gegenmaßnahmen.

2 Reaktionen zu “Potentielle Schwachstellen und Risiken von Online-Shops”

  1. Online-Shops - Angriffe, Schwachstellen, Risiken » Selbständig im Netz

    [...] aus noch mehr Angriffsflächen als eine normale Website. Der Shopbetreiber -Blog listet dazu eine Reihe von möglichen Schwachstellen auf. Hier gilt es der eigenen Agentur auf den Zahn zu fühlen bzw. selbst den eigenen Shop auf [...]

  2. Kostenloser Security-Check Ihres Online-Shops - shopbetreiber-blog.de

    [...] nur fünf Schritten testen. Das Besondere dieses Tests ist die Fokussierung auf sogenannte “Low-Hanging Fruits” Schwachstellen, die bei ca. 80 % der Angriffe auf Webapplikationen ausgenutzt werden. Die [...]

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