Impressum / Datenschutz
Olaf Groß

Button-Lösung: Widerspruch gegen den Vorwurf der Untätigkeit wird laut

Olaf Groß | 2.08.2012 | Gesetze

Seit dem 1. August gilt in Deutschland die Button-Lösung. Viele Shopbetreiber stöhnen unter der Last, ihre Bestellseiten im Shop neu zu gestalten zu müssen. Nun erheben Marktteilnehmer schwere Vorwürfe, die Interessen der Online-Händler seien in dieser Sache wieder einmal nicht vertreten worden.

Jetzt wehrt sich einer der Angegriffenen.

Unter der Überschrift “Wenn die Lobby versagt: Das Problem mit der Button-Lösung” wettert Jochen Krisch, Unternehmensberater und Gründer des Blogs exciting commerce gegen das neue Gesetz.

Dabei geht es Krisch nicht in erster Linie um die Gesetzesinhalte. Bei der Button-Lösung würden

“unter dem Vorwand des Verbraucherschutzes der komplette Online-Handel ins Zwielicht gerückt und für das Treiben halbseidener Abofallensteller in Sippenhaft(ung) genommen.”

Der Online-Handel hat keine Lobby

Vielmehr geißelt er die aus seiner Sicht fehlgeschlagene beziehungsweise nicht geleistete Lobby-Arbeit der Branche und seiner politischen Interessenvertreter:

“Wenn man verfolgt, wie heute andernorts von Online-Seite frühzeitig Stimmung gemacht wird, um die schlimmsten Fehlentwicklungen zu verhindern, ist es schockierend zu sehen, wie unbedarft es der Online-Handel angehen lässt und wie er sich als williges Opfer von einer Schlachtbank zur nächsten führen lässt.

Sind sich Online-Händler eigentlich bewusst, dass sie aktuell komplett ohne Lobby dastehen und deshalb der ideale Spielball sind – für Politik, für Medien, für Dienstleister oder für wen auch immer, der sich an ihnen schadlos halten will? Man fragt sich manchmal, ob sich der Handel überhaupt eine Vorstellung davon macht, wo er aktuell überall über den Tisch gezogen wird.”

Auch wenn Krisch die Adressaten seiner Kritik nicht expressis verbis nennt, dürfte diese sich hauptsächlich gegen den Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) richten.

Die Button-Lösung ist das kleinere Übel

Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bvh, wehrt sich gegen die Anwürfe. Der bvh habe das Schlimmste sogar verhindern können, denn es seien selbstredend neben der Button-Lösung auch weitere Gesetzesentwürfe in den Ausschüssen und Ministerien diskutiert worden.

“Aus der eigentlich geplanten “Zwei-Klick-Vorschaltseite”, dem Conversion mäßigen Supergau, ist zum Glück nur der zu beschriftende Bestell-Button geworden. Und auch daran muss man erinnern: Der Bundesrat wollte die Buttonlösung sogar für reine B2B-Händler. Auch das konnten wir verhindern.”

Dass es die Politik und allen voran die Vertreter der schwarz-gelben Regierungskoalition so ihre Schwierigkeiten mit dem Medium Internet haben, wird immer wieder deutlich. Man denke nur an “Zensursula”. Warum gibt es die Button-Lösung, fragt der Verbands-Chef?

“Weil die Politik sie entgegen unserer und vieler anderer Warnungen, kluger und überzeugender Argumente und trotz des Hinweises auf wirtschaftliche und rechtliche Folgen wollte.”

Inhaltlich sind sich Krisch und Wenk-Fischer in der Tat einig. Die Button-Lösung sei für den Online-Handel (mit Waren) überflüssig und der Erfolg müsse sich in der Praxis erst noch zeigen.

34 Reaktionen zu “Button-Lösung: Widerspruch gegen den Vorwurf der Untätigkeit wird laut”

  1. KL

    Wird nicht Trusted Shops auch erwähnt in dem Artikel?
    “Da vertraut man weiter lieber seinen falschen Freunden und vermeintlichen Verbündeten als sein Schicksal endlich selber in die Hand zu nehmen.”
    Das Gesetz ist doch von Euch, oder?

  2. Martin Rätze

    @KL
    Auch wir waren daran beteiligt, die zuerst vorgeschlagene “Doppel-Klick-Vorschaltseiten-Lösung” zu verhindern, ja. Natürlich wollten auch wir diese Lösung gar nicht. Wir haben hier den konstruktiven Weg beschritten und konnten damit wesentlich schlimmere Regelungen verhindern. Hätten wir einfach gesagt: “Wir sind dagegen”, hätte dies gar nichts gebracht.

  3. Michael

    Der Button ist nicht das Schlimmste…

    Versagt hat man bei den Vorschriften zur Gestaltung/Reihenfolge der Pflichtinfformationen und bei der Angabe wesentlicher Artikelmerkmale.

    Das sind zwei Baustellen die geradezu zum Abmahnen einladen. DAS hätte verhindert werden müssen.

  4. Michael Maaß

    Es hätte dann zumindest eine definitive Regelung für alles in diesem Gesetz geben müssen.
    Das Ergebnis ist momentan, dass als einzigstes definitiv ist, wie der Button beschriftet werden muss. Alles andere lässt einen grossen Spielraum für Anwälte und Gerichte.
    Somit hat man zwar den Doppelklick verhindert aber nicht eine Reihe von Rechtsstreiten, bis endlich irgendwann wirklich alles fixiert ist.

  5. Michael

    Die Button-Lösung wird nicht gebraucht. Es geht wie immer um Abzocke. Dieses leidige Thema kennt man aus unzähligen Abmahnwellen. Es geht lediglich um die Rentenversicherung von Anwälten, die damit Geld verdienen.
    Jochen Krisch hat zu 100% recht!
    Es gibt andere Möglichkeiten den schwarzen Schafen ans Leder zu gehen!

  6. Martin Rätze

    In einer Stichprobe unter mehrern Abofallen hat ergeben, dass eine Anmeldung dort nicht mehr möglich war. Lediglich eine hat ihren “Bestell-Button” in “entgeltlich anmelden” umbeschriftet. Bei allen anderen erfoglte der Hinweis, dass eine Anmeldung derzeit nicht möglich sei. Insofern hat die Button-Lösung – zumindest für den Moment – doch dafür gesorgt, dass dieses Geschäftsmodell massiv eingeschränkt wurde.

  7. Dennis

    Die Politik bekommt das Internet schon klein !
    Wer als Kunde nach Zahlungsauswahl, Versandart und Übersichtsseite nicht rafft das er am ende bezahlen muss rafft das auch nicht wenn es anders dargestellt wird und der Button anders heißt.

  8. Christian Rothe

    Nicht der Button sollte uns am meisten auf den Senkel gehen, sondern die völlig wirklichkeitsferne Einschätzung der Shopbetreiberarbeit durch die Politik.

    In der Gesetzesbegründung des Bundestages vom 16.11.11 heißt es wörtlich und dem Punkt F “Bürokratiekosten”:

    “Ausgehend von 276 062 betroffenen Unternehmen belaufen sich die Kosten der einmaligen Anpassungen auf einen Betrag von circa 41,5 Mio. Euro.” (Quelle: Seite 2 von http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/077/1707745.pdf)

    Nach meiner Rechnung geht also der Bundestag davon aus, dass sich die Anpassungskosten auf schlappe 150 Euro pro Firma belaufen. Offenbar hat man dort überhaupt keine Ahnung, welchen Aufwand es tatsächlich bedeutet, einen Shop zu betreiben und auf dem aktuellen rechtlichen Stand zu halten.

  9. Tobias

    Gebe Dennis vollkommen recht. Ist doch krass, dass Dinge geregelt werden sollen, die eigentlich bereits durch den gesunden Menschenverstand geregelt sind. Ethisch schwarze Schafe wird man mit starren Regeln eh nicht zügeln können. Konsequenz in diesem Fall ist nur, dass mit den “wesentlichen Merkmalen” die nächste Baustelle geöffnet wurde!

  10. Markus Bindner

    @Christian Rothe
    Was 150 EUR für einen Shop! Da sieht man mal wieder wie unsere Herren Politiker eine super Ahnung von der Materie haben! Oh Mann für 150 EUR bekommt man heute keine Shopanpassung mehr. Ist wie mit ELENA – als Kostenersparnis für Firmen angepriesen, dann auf einmal haben die gemerkt dass mehr Kosten entstehen (auch für öffentliche Arbeitgebr) und schwupps war die Behörde wieder einkassiert…

  11. Martin Goldbach

    Da hat Markus Bindner nicht ganz recht. Unseren Kunden, die unser Shopsystem verwenden, bekamen die Anpassung, die für uns auf eine Neuprogrammierung hinauslief, für EUR 150,- als Serviceleistung implementiert.

  12. MaxT

    Wenn wir von unserem Shop Hoster hören, was für ein Aufwand mit unserem Magento Shop betrieben werden musste um gesetzeskonform nach neuestem Stand zu sein, bin ich jetzt schon auf die Rechnung gespannt. Sie wird nicht bei 150 EUR liegen.

  13. Kocherscheidt

    Wir waren auch sehr skeptisch was die Folgen der Umstellung anging und kann nun sagen wir hatten keinerlei Einbrüche der Konversionrate! Im gegenteil, wir haben die Vorgeben mit anwaltlicher Hilfe bei busreisen24.com umgesetzt und dabei eigentlich an Übersichtlichkeit gewonnen und so die Rate sogar ein wenig verbessern können.

  14. Sylvia

    Kann es sein das die Politik mit dafür sorgt, das die online-Kunden auch immer dümmer werden?
    Ich habe langsam das Gefühl das hier immer noch mehr das unbekümmerte herumklicken gefördert wird.
    Für was zahlt man denn diese ganzen Vertrauenssiegel und Garantieen wenn es eh niemanden interessiert?
    Weil wir als Shopbetreiber eh alle so masochistisch veranlagt sind, das man sich unbedingt auch noch die schlechte reputation von Kunden holen muss welche sogar zu dumm sind ihre bei uns ” ausgeborgte und benutzte” Ware wenigstens vollständig zurückzuschicken?
    Wann schützt und Shopbetreiber eigentlich endlich eine gesetzliche Lösung vor solchen betrügerischen Kunden?
    Hier wir Ware zu 50% mittlerweile nur noch “ausgeliehen” im Rahmen des Wiederrufsrechts.
    So kann man sich mittlerweile auch mit hochwertiger Technik von Shop zu Shop hangeln ohne jemals wirklich etwas zu kaufen und der Staat deckt das auch noch. :( Ich hätte gern ein Trusted Kunde Siegel!

  15. rasenmäher

    also ich dachte nie, dass ich mal auf eine abzocker-seite stoße bzw darauf reinfalle. Und ich bin nun schon etwa 16 jahre im web unterwegs und seit 15 jahrne webdesigner. letztes jahr ist es mir dann doch passiert und wurde mit mahnungen per post überhäuft. man hat sogar meien adresse anhand der whois-daten meiner eMail ermittelt. ich habe mich schlussendlich auf die nicht verschickte wiederufserklärung berufen…..

    wie auch immer: die button-lösung ist gut, denn sie fördert (wie alle nervigen gestzlichen regelungen) das vertauen in den onlinehandel. keienr von uns will dass zukünftig nur noch bei amazon eingekauft wird!

    aporops amazon: Von wegen die begriffe sind vorgeschrieben und nichts anderes anders darf auf dem button stehen. Amazon schreibt “Jetzt kaufen” drauf…

  16. Martin Rätze

    Gerade bei der Button-Lösung zeigt sich, dass amazon aus rechtlicher Sicht ein mehr als schlechtes Vorbild im e-Commerce ist.

    Dort wurde die Button-Lösung nicht umgesetzt. Zwar mag es dort jetzt einen Button “Jetzt kaufen” geben, aber der ist völlig falsch positioniert. Außerdem: Legen Sie einmal mehrere Artikel in den Warenkorb und klicken Sie sich dann bis zur letzten Seite. Scrollen Sie dann nach unten und Sie werden den Button “Bestellung abschicken” finden.

    Unser Whitepaper zur richtigen Gestaltung der Bestellseite hat man bei amazon ganz offensichtlich nicht gelesen :)

    Auf eine Anfrage hinsichtlich der Umsetzung der Button-Lösung innerhalb der iPhone-App und des Checkouts bei amazon-payments erhielten wir übrigens keine Antwort.

  17. Gerd Gerdes

    Wenn ich sehe, dass bei Handyangeboten mit klitzekleinen Fußnoten und unleserlichem Text langjährige Verträge angeboten werden dürfen, kann man sehen, was Lobbyarbeit bewirken kann…

  18. Fuchs

    Wo ist das Problem? Mit der Button-Beschriftung “kaufen” sollte jeder solide Onlinehändler leben können.
    Einzige Unsicherheit ist die Frage, was denn nun die wesentlichen Merkmale eines Artikels sein mögen. Wer einmal darüber nachdenkt, kommt schnell auf einige Eigenschaften, die genannt werden können, und die den Artikel näher spezifizieren, ohne gleich die ganze Beschreibung zu wiederholen.
    Die vorgegebene Reihenfolge finde ich sehr sinnvoll, denn der ganz unten stehende Button schließt nun die Bestellung endgültig ab, und man darf sicher sein, daß keine weiteren Infos viel weiter unten, jenseits der Scroll-Linie versteckt werden.

  19. Hans

    Die Buttonlösung ist sicherlich nicht das große Problem für Online-Händler. Aber gerade kleinere Unternehmen haben bei diesen ständig wachsenden Anforderungen Probleme den Überblick zu halten.
    Es kann doch nicht sein, dass ich erst etwas verkaufen kann ohne dass ein Anwalt drauf geguckt hat.

    Und wenn ich als Shop-Betreiber gegen ein Gesetz verstoßen habe, warum werde ich dann nicht vom Staat belangt mit einem Bußgeld? Es wäre auch eine schöne Steuereinnahme ;-).

    Ist es nicht eher so, dass hier Tür und Tor aufgemacht werden für Abmahnanwälte? Das eigentliche Interesse eines Verbrauchers wird in den wenigsten Fällen vertreten. Sondern der Geldbeutel des Anwalts.

    Sicher hat das Wettbewerbsrecht sein Gutes, aber es kann doch nicht Ziel sein, dass kleine Unternehmen und Neugründer heutzutage erhebliche Schwierigkeiten haben online Waren zu verkaufen. Große Shopbetreiber (mit entsprechender Lobby/Geld) dürften diesen gesetzlichen Treiben mit Vergnügen zuschauen, so hält man sich mit gesetzliche Unterstützung auch lästige Konkurrenz vom Leib!

  20. parfum

    Also nichts gegen den Button der wäre das kleinste Übel, aber Rest halt wieder.

    Schreibt ja auch niemand der Bundesregierung bzw. den Bundestag vor wie die Seiten zu gestalten sind.

    Naja das ist halt typisch Gesetzgeber, alles so halb umschwafeln, möglich vielseitig interpredierbar, das 100e von Rechtslücken da sind, die Juristen gegen den kleinen Händler so interpredieren wie sie wieder Lust haben.

  21. llamaz

    @Fuchs
    Und diese ganzen Eigenschaften pflegen Sie mir auf meiner Webseite für mehrere tausend Artikel für 150 Euro ein? Vielen Dank, Sie können gleich morgen anfangen.

  22. KL

    Mich stört die blinde Schelte auf den Gesetzgeber. Die Details waren lange bekannt und auch von Trusted Shops mit entwickelt. Erst ein schlechtes Gesetz mitschreiben und dann auf Amazon rumhacken, weil der letzte Button noch nicht umbenannt oder der kundenfreundliche (!) Button oben noch nicht weggenommen ist, finde ich seltsam. Was tut Trusted Shops eigentlich für uns Händler?

  23. Martin Rätze

    @KL
    Zum einen haben wir mit verhindert, dass eine für den Händler noch wesentlich schlimmere Regelung ins Gesetz geschrieben wird. Für die Verabschiedung von Gesetzen ist aber der Deutsche Bundestag zuständig. Zum anderen haben wir in 16 Beiträgen hier im Blog und in weiteren zahlreichen Beiträgen und Vorträgen in anderen Medien detailliert über die neue gesetzliche Regelung informiert und den Händlern Anleitungen und Muster an die Hand gegeben, damit Sie die neuen Regelungen im Shop umsetzen können.
    Hier wird auch nicht auf amazon rumgehackt. Nur leider nehmen sich Online-Händler amazon immer wieder zum Vorbild. Und jeder Händler, der über amazon seine Waren verkauft, muss davor gewarnt werden, dies zu tun, da nicht amazon für die fehlerhafte Umsetzung abgemahnt wird, sondern der einzelne Händler. Wir haben amazon auf einige Gesetzesverstöße aufmerksam gemacht, aber wie ich bereits geschrieben habe, bekamen wir keine Antwort.

  24. Damokles

    Es geht doch bei der Button – Lösung nur in der Nebenache um den Schutz vor Abofallen. Das sieht man a) daran,
    dass auch Online-Shops mit reinem Warenangebot betroffen sind,
    und b) daran,
    dass dem Stationären Handel im direkten Vergleich zum Online-Handel nicht das Selbe zugemutet wird.
    So können Kunden bei Ihrem Einkauf im Ladengechäft “ahnungslos” Waren in den Einkaufskorb bis zur Kasse bringen, dort bezahlen, also abgezockt werden, ohne dass im übersichtlichen Format, auf einem Blick, sämtliche schwamminge, individuell, kaufentscheidende, wesetliche Merkmale, dem Kunden gezwungenermaßen vor dem Bezahlen eigetrichtert werden.

  25. Martin Rätze

    @Damokles
    Den Vergleich von Abofallen mit dem Einkauf im Ladengeschäft verstehe ich nicht. Könnten Sie das näher erläutern? Wer kann mir ahnungslos Waren in den Einkaufskorb legen, die ich dann völlig unbemerkt bezahle?

  26. Damokles

    Ergänzend zu meinen Kommentar vorhin:
    Im stationären Handel, wird es bald mehr und mehr so sein, dass der Kunde im Vorbeigehen (Kasse) bezahlt. Mit dem Chip auf neuen Kreditkarten und EC-Karten ist da ja möglich.
    Der Kunde nimmt die Ware aus dem Regal, ohne zwingend wichtige Informationen zum Artikel zur Kenntnis zur nehmen, da wenn überhaupt vorhanden, solche Informationen oftmals versteckt oder unleserlich klein
    angebracht sind.
    Es sind also zwei völlig gegensätzliche Situationen im Vergelich von online zum stationären Handel.

  27. Damokles

    @Martin Rätze
    Ironisch! “Ahnungslos” im Sinne von, der Kunde kann ohne Informationen über die Ware damit zur Kasse und bezahlen/kaufen. Das ist im online-Handel (Stichworte “wesentl. Merkmale”,”… in überichtlicher Weise…,räumlicher…zeitlicher Nähe”) bekanntlich anders..

  28. Ein Bürger

    KRITIK an TRUSTED-SHOPS unerwünscht ??
    #############################

    Es ist ein ARMUTS-ZEUGNIS von TRUSTED-SHOPS, sich als der alleinige Vertreter der Online-Shop-Gemeinde hinzustellen und dann diese für den gesamtem Online-Handel unsäglich schlechte “Button-Lösung”, an welcher man (Trusted-Shops) wesentlich mitgearbeitet hat, auch noch als “Erfolg” hinzustellen !!! Wieso sollen wir Händler mit einer solchen “Button-Lösung”, welche quasi jeden kleinen Online-Händler mit einem Bein in die Insolvenz bringt, auch noch “glücklich” sein ? Wieso sollen wir als Online-Händler uns “freuen”, dass Trusted-Shops für uns “erkämpft” hat, dass wir nicht gleich “geköpft”, sondern erst mal nur “ausgenommen” werden ? Dieser “Logik” kann ich beim besten Willen nicht folgen !

  29. dachilla

    Ich gebe damokles durchaus Recht. Wenn Sie bei Aldi eine Dose Rollmöpse kaufen, welches Gesetzt verpflichtet die Kassiererin, dem Kunden die Inhaltsstoffe an der Kasse nochmals vorzulesen, weil der Kunde sie möglicherweise nicht gelesen hat als er sie sich in den Einkaufswagen gelegt hat?

    Was ist mit uns Online Händlern? Wenn wir online ne dose Rollmöpse verkaufen und nicht richtig aufs Widerrufsrecht hinweisen, kann er die Dose aufmachen, den zeigefinger rein halten zu schrauben und zurück schicken! Dasselbe wenn er nicht darauf aufmerksam gemacht wurde, dass der Artikel entgegen gemeiner Annahmen über alles im Internet, nicht kostenlos sonder “zahlungspflichtig” ist.

    Es ist ein Witz was sich hier ausgedacht wurde und tatsächlich werden Online Shop Betreiber die tatsächlich ausschließlich greifbare Gegenstände verkaufen in Sippenhaft genommen. Es ist nicht anders zu erklären, auch die Gesetzesbegründung gibt insofern nichts her und stellt auf den Vertrieb von virtueller Ware (downloads etc) ab.

    Es fehlte beim Gesetzesentwurf jedes bisschen Logik und vor allem fehlte eine Lobby, die tatsächlich Einblick in das Geschäft hat. Statt dessen, dachten sich unsere Damen und herren Politiker: Experten brauchen wir nicht, Internet kann jeder. Ja, kann jeder, nur Ihr nicht!

  30. guest

    Ich kann mich DACHILLA nur anschliessen. Durch das neue “Button-Gesetz” ist nunmehr eine erhebliche Benachteiligung der Online-Händler gegenüber dem stationären Handel entstanden. Offenbar hat irgendjemand im Lobby-Bereich sehr grosses Interesse daran, das die Online-Händler die “Melkkühe der Nation” werden sollen. Und so lange wir uns das weiterhin gefallen lassen, sind wir auch selber daran schuld!

    Eigentlich sollte eine solch UN-DEMOKRATISCHE GESETZGEBEUNG in einem demokratischen (?) Land wie Deutschland und unserem GRUNDGESETZ, welches GLEICHES RECHT un GLEICHE PFLICHTEN für JEDEN fordert, unmöglich sein ! Aber wie die jüngste Vergangenheit ja immer wieder gezeigt hat, scheren sich unsere “Volksvertreter” ja einen “feuchten Kehricht” um Recht und Gesetz im Einzelnen bzw. das Grundgesetz im Allgemeinen !

    guest

  31. Klaus Wortmann

    Die tolle Button-Lösung hat aber auch einen ungeahnten Vorteil: Der “Käufer” weiß jetzt, dass er “seine” Wäre bezahlen muss. Wir Händler werden in Zukunft also keine Zahlungsausfälle mehr haben! Oder?
    Aber zurück zum Ernsten: Jochen Krisch hat Recht: Die Lobby hat schlichtweg versagt. Und es profitieren Institutionen/Unternehmen ja mitunter auch davon, wenn es rechtlich kompliziert gemacht wird. Und da meine ich nicht einmal die Abmahnanwälte. Ist doch auch (wenigstens teilweise) die Geschäftsgrundlage von z.B. Trusted Shops darauf basierend. Wäre alles ganz einfach und würde dem gesunden Menschenverstand etwas mehr zugetraut, wäre so manches Geschäftsprinzip obsolet.

  32. KönigMacher

    Die Button Lösung für Online- Händler mit Warenverkauf ist ziemlich daneben gegriffen. Wenn ein Kunde den Button,-wie der auch benannt ist- klickt und am nächsten Tag den Artikel nicht mehr wünscht, so nimmt er sein Widerrufsrecht in Anspruch und die Sache ist für ihn damit erledigt. Wer will den eine Rechnung mahnen, wenn der Artikel erst das Haus verlässt, wenn Zahlung eingegangen ist. Für Abbobetreiber, die sofort online liefern mag das ja System (wollen wir das mal so nennen) ja sinnvoll sein. Haben die Majas den Kalender am 22.12.2012 möglicherweise nicht weiter geschrieben, weil sie den ausgeprägten menschlichen Schwachsinn selbst für ungläubig hielten. In diesem Sinne wünsche ich allen Shop Betreibern, Kunden mit einem mindestmass an Intelligenz -lesen- verstehen, Kaufen klickern und bezahlen :-)

  33. Youssef Boutzakht

    Was sollen wir von dieser “Lösung” wirklich halten ?

    Ist es tatsächlich im Sinne des Kunden, dass Button neu beschriftet werden müssen, um Abo-Betrüger aufzuhalten ?

    In dem ein oder anderen Fall mag es tatsächlich helfen, denn wir wollen ja sicherlich nicht die echten Betrüger vergessen, die das breite Spektrum der deutschen Sprache hinterhältig ausnutzen, um den Kunden/Interessenten in die Irre zu führen.

    Aber ist es wirklich nötig, dass wegen einigen Internet Betrügern gleich eine ganze Branche, eine Zukunfts-Branche, in Verruf gebracht wird ?

    Ist es wirklich im Sinne der Politik , dass der Online Wettbewerb in Deutschland unter General-Verdacht gestellt wird ?

    Wie immer im Leben gibt es auch hier Schatten und Licht und eine wichtige Frage wäre, ob Schatten überwiegt !?!

    Die deutsche Online Wirtschaft hat es ohnehin gegen die übermächtige und innovative wie auch sehr erfahrene US Konkurrenz sehr schwer und da sollte der deutsche Staat für bessere Bedingungen sorgen statt für schlechtere.

    Ein hartes, radikales Vorgehen gegen die Betreiber von unseriösen Webseiten sollte wohl eher die Lösung sein z.b statt Bewährungsstrafen oder nahezu lächerliche Geldbußen, lieber eine knallharte Freiheitsstrafe plus Schadenersatz für die Geschädigten auch aus dem Privatvermögen der Betrüger.

    Damit wäre dem Kunden geholfen, aber damit würde der Staat deutlich machen, dass es einige wenige Verbrecher gibt und nicht wieder und wieder und wieder eine ganze Branche in Verruf zu bringen.

  34. Parfum

    Also eigentlich wollte man ja die Abofallen mit der Buttonlösung bekämpfen, ich denke man hat diese Abofallen dadurch eher legalisiert. Ich musste einen erheblichen Umsatzrückgang feststellen, als der “Zahlungspflichtig bestellen” Button drin war.

    Nur gut, dass das nur eine Nebentätigkeit ist.

Einen Kommentar schreiben




1 von 11

Archiv

  • August 2014
  • Juli 2014
  • Juni 2014
  • Mai 2014
  • April 2014
  • März 2014
  • Februar 2014
  • Januar 2014
  • © 2011 Trusted Shops GmbH | Powered by WordPress